Verkehrskonzept 22.Stadtbezirk

Offizielle Webseite der Stadt München: hier

Die Stadt München entwickelt derzeit für den 22. Stadtbezirk (Aubing, Lochhausen, Langwied) ein neues, verkehrsmittelübergreifendes Verkehrskonzept.

Hintergrund dafür sind der erwartete Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzuwachs sowie die umfangreiche städtebauliche Neuentwicklung in Freiham.

Ein erster Entwurf des Verkehrskonzepts des Planungsbüros INOVAPLAN GmbH wurde im Dezember 2020 dem Bezirksausschuss 22 vorgestellt: pdf >hier<

Digitale Bürgerbeteiligung lief bis zum 15.03.2022 Ergebnisse noch Online: >Link<

Wichtigster Vorschlag: Keine KFZ-Anbindung Freiham an Altaubing: >Link<

Öffentlichkeitsveranstaltung mit Vorstellung der Ergebnisse: Voraussichtlich 2.Quartal 2022:
Termin auf unserer Webseite sobald veröffentlicht

Vorstellung im Stadtrat: Voraussichtlich Herbst

Erschreckende Verkehrszahlen:

Heute:
Fast 50% der Wege werden mit dem Auto zurückgelegt.
Fahrradanteil: 7% (geringster Anteil in ganz München!)

Prognose 2035:
Der Autoverkehr wird um 50% zunehmen!

Maßnahmenentwicklung

Aufgabe des Verkehrskonzepts war es Maßnahmen zu entwickeln, mit denen eine umfassende Fahrtenverlagerung („Modal Shift“) vom Kfz-Verkehr auf den Umweltverbund (Fuß-/Radverkehr und Öffentlicher Verkehr) erreicht werden kann.

Schockierendes Zwischenfazit:

Ziel war es den Autoverkehr zu reduzieren.
Ergebnis: Wenn alle! untersuchten KFZ und ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) Maßnahmen umgesetzt werden, wird der Autoverkehr um knapp 40% zunehmen.

Das bedeutet ein katastrophales Scheitern der Verkehrspolitik.

Aber Herr Adam aus dem Mobilitätsreferat findet das Ergebnis „sensationell“, weil der Verkehr nicht mehr um 50% sondern nur knapp 40% zunimmt.

SZ 04.12.2020

Digitale Bürgerbeteiligung: eine Farce?

Bis zum 15.03.2022 wurde von der Stadt München eine digitale Bürgerbeteiligung zum Verkehrskonzept 22 durchgeführt: Es wurden einzelne Maßnahmen des Verkehrskonzepts vorgestellt, die bewertet und kommentiert werden konnten. Allerdings wurde den Bürgern das Gesamtkonzept nicht vorgestellt und es wurde auch nicht darüber informiert, dass die entwickelten Maßnahmen gar nicht zu einer Autoreduktion führen können, wenn bestimmte Planungsvorgaben wie eine Anbindung Freiham an Aubing als gesetzt gelten.
Die Bürger hatten auch die Möglichkeit eigene Vorschläge einzubringen. 98 Vorschläge wurden von den Bürgern formuliert, was das große Interesse und Besorgnis der Bevölkerung ausdrückt.
Die meiste Unterstützung mit 166 Stimmen hat der Vorschlag Keine KFZ-Anbindung Freiham an Altaubing – auch nicht über Variante 6 und 7a/b erhalten.

Weiteres Vorgehen laut Stadt München:

Alle Eingaben und Vorschläge aus der Bürgerschaft von den Fachabteilungen der Verwaltung gesichtet und bewertet sowie zusätzlich durch ein Planungsbüro begutachtet. 
In einer weiteren Veranstaltung, voraussichtlich im 2. Quartal 2022, wird das Verkehrskonzept, bereichert um die Vorschläge der digitalen Beteiligungsphase, den Bürger*innen vorgestellt und gemeinsam mit den Bürgern diskutiert. Nach Berücksichtigung auch dieser Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung wird das finalisierte Verkehrskonzept dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt.

Was machen wir:

Wichtig ist, eine hohe Beteiligung bei der geplanten Veranstaltung zum Verkehrskonzept

Wir werden weitere Aktionen wie Unterschriftensammlungen, usw. zum Verkehrskonzept und Verkehrsanbindung Freiham-Aubing planen und brauchen dann dringend Unterstützung.

Wir fordern, dass das Verkehrskonzept so weiterentwickelt wird, dass das Ziel „Reduktion des Autoverkehrs“ auch erreicht werden kann, damit müssen auch die Grundannahmen wie Anbindung Freiham-Aubing auf den Prüfstand gestellt werden.

Die Machbarkeitsstudie zur Verkehrsanbindung Freiham-Aubing muss in das Verkehrskonzept integriert werden.