Unsere Anträge im Rahmen der Bürgerversammlung des 22. Stadtbezirks am 28.5.2019


Antrag 1: Unterführung Limes Str. und Germeringer Weg, Begrenzung auf 3,80m

lch fordere (auch im Namen der Bürgervereinigung Aubing-Neuaubing e.V.), dass diegeplanten Unterführungen der S-Bahn Linie 54 an der Limesstraße und dem GermeringerWeg mit einer maximalen lichten Höhe von 3,80m erstellt werden.

Begründung: Mit einer in den derzeitigen Planungen vorgesehenen lichten Höhe von 4,50man diesen beiden Unterführungen, wird das derzeit bereits durch Durchgangsverkehrmassiv belastete Aubing für den überörtlichen Schwerlastverkehr freigegeben. Bereitsheute ist in Aubing ein Durchgangsverkehr von ca.8O%o festzustellen. Für die Sicherheitund die örtliche Versorgung der Bürger durch Feuerwehr, Krankenwagen, Bus,Lieferverkehr, etc. ist eine lichte Höhe der Unterführungen von maximal 3,80m mehr alsausreichend. Eine Zunahme der gesundheitlichen Gefährdung durch Lärm und Schadstoffe,hervorgerufen durch Schwerlastverkehr, ist den Bürgern von Aubing nicht zuzumuten.


Antrag 2: Der Landschaftspark Freiham ist in der Größe zu bauen wie den Bürgern versprochen

Ich fordere den Landschaftspark Freiham mindestens in der Größe zu realisieren wie er uns Bürgern versprochen wurde.

Begründung: Seit dem Ende der 2. Wettbewerbsstufe in 7.2017 gehen die Bürger Münchens von einem in seiner Größe und Art definierten Landschaftspark aus. Anträge auf Bademöglichkeiten (Freibad, See) wurden mehrfach abgelehnt da der Landschaftspark zu klein sei. Nun sollen die westlichen Teile des Landschaftsparkes für die Erweiterung der A99 geopfert werden. Auf der nordwestlichen Seite (Höhe Tunneleingang) wäre dann z.B. nur noch Lärmschutzwall. Das bricht das Versprechen vom „grünen Freiham“ welches durch die bauliche Verdichtung eh schon brüchig ist.
25.000-30.000 Freihamer Bürger müssen so viel fußläufig erreichbare Naherholung bekommen wie möglich.


Antrag 3: Express-S-Bahnen am S-Bahn Halt Aubing, Freiham, Langwied

Ich fordere die zukünftigen Express-S-Bahnen auch an den Stationen Aubing, Freiham, Langwied halten zu lassen.

Begründung: Mit der Eröffnung der zweiten Stammstrecke sollen Express S-Bahnen in halb-stunden Takt das „Umland schnell und bequem“ mit der Innenstadt verbinden. Die den 22ten Stadtbezirk betreffenden S-Bahnen S4, S8 und S3 sollen dann im 15 Minuten Takt verkehren. Die bisher in Aubing haltenden Nahverkehrszüge fahren auf dem „dritten Geleis“ und halten nicht mehr in Aubing. Die Folge ist trotz eines höheren S-Bahn Taktes eine niedrigere Kapazität der Bahn in Aubing. 
Entgegen den bisherigen Annahmen verkehren die Express-S-Bahnen auf den S-Bahn Geleisen und werden in den normalen S-Bahn Takt eingebunden. Sie werden eben nur nicht halten (gleiches gilt bei S8 und S3). Für S4 und S8 ist eine Kapazitätserhöhung der S-Bahnen auf Grund der Baumaßnahmen in Freiham nötig. S3 Langwied ist idealer MIV/ÖPNV Umsteigepunkt.


Antrag 4: Städtebauliche Sanierungsmaßnahme für den S-Bahn Haltepunkt Aubing

Ich fordere eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme für den Bereich des S-Bahn Haltepunktes Aubing. 

Begründung: Seit mehr als 30 Jahren wird für den S-Bahn Haltepunkt Aubing eine barrierefreie Ortsverbindung gefordert. Passiert ist nichts. Jetzt soll kurzfristig eine Rampe gebaut werden. Das lehne ich ab da diese sicher zur Dauerlösung würde. Als Übergangslösung zur „echten“ Barrierefreiheit wäre zum Bsp. eine Verlängerung der Treppe an der Nordseite und Einbau einer Schieberampe möglich.
Mit dem Ausbau der Bahnstrecke Buchloe München ergibt die Möglichkeit mit einer Sanierungsmaßnahme folgende Dinge zu erreichen- eine barrierefreie Ortsverbindung, – einen barrierefreien Zugang zu den Geleisen, – eine Georg-Böhmer-Straße die ortsbildverträglich die Bushaltestellen aufnimmt,- eine Bebauung die auch gleichzeitig Lärmschutzfunktionen wahrnimmt.Das gelingt nur mit einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme welche auch die Gedanken des Sanierungsgebietes Ortskern Aubing aufnimmt.


Antrag 5: Erst die U-Bahn dann der zweite Teil des Realisierungsabschnitts Freiham

Der Stadtrat wird aufgefordert zu beschließen, dass der zweite Teil des Realisierungsabschnitts Freiham erst dann gebaut wird, wenn die U-Bahn-Anbindung Freihams erfolgt ist. 

Begründung: Der Stadtteil Freiham wird mehr als 25.000 Bewohner aufweisen. Die Stadt hält es bisher für notwendig, Freiham an Alt-Aubing über eine neue Straße anzubinden. Denn die Planer befürchten, dass die bisher vorgesehene Verkehrsinfrastruktur wie z.B. der Autobahn-anschluss nicht ausreichen wird, damit die zukünftigen Bewohner Freihams mit ihrem Auto ohne Stau in die anderen Teile Münchens gelangen können. Alt-Aubing ist schon jetzt mit Autoverkehr überflutet. Wenn tausende weitere Autos durch Alt-Aubing geschleust werden sollen, dann wäre das für die Bewohner Alt-Aubings unerträglich. Sie müssten ausbaden, dass die Stadt es versäumt hat, rechtzeitig die erforderliche Verkehrsinfrastruktur für Freiham vorzuhalten. Damit mehr Menschen auch ohne Auto in die Stadt gelangen können, muss der Öffentliche Nahverkehr rechtzeitig in hinreichendem Maße ausgebaut werden. Wenn der geplante U-Bahn-Anschluss zur Verfügung steht, bevor der letzte Bauabschnitt mit 6.000 Wohnungen realisiert ist, kann damit gerechnet werden, dass dann eine Ausleitung des Autoverkehrs aus Freiham über Alt-Aubing nicht mehr erforderlich ist.